Wie ist das mit der Lizenz?

  • Qabel unterliegt der QaPL, einer eigens entwickelten quelloffenen Lizenz. Die QaPL ist nicht nach den Standards der Free Software Foundation (FSF) noch nach den Standards der Open Source Initiative (OSI) als "Freie Software Lizenz" bzw. "Open Source Lizenz" einzustufen. Leider haben wir noch keinen Begriff gefunden, der der FSF gefällt, sodass wir mit den Wörtern stets etwas herumeiern.
  • Wir haben uns dafür entschieden, es so zu machen, um das Projekt langfristig vorantreiben zu können, und gleichzeitig größtmögliche Freiheiten zu garantieren.
  • Kurz:
  • Die QaPL ist angelehnt an anderen Freien Lizenzen, aber:
  • Verbot der Nutzung durch Geheimdienste und Militär.
  • Verbot der ungefragten Monetarisierung dieser Plattform durch Dritte.
  • Zweck:
  • Jeder (außer Den Bösen™) darf es nach Belieben nutzen, hosten, anderen Leuten anbieten, verändern, etc.
  • Wenn Geld damit verdient wird, möchten wir etwas abhaben.
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Warum veröffentlicht ihr es nicht unter der OSS-Lizenz?

  • Das geschätzte Jahresbudget der NSA liegt bei ca. 10,8 Milliarden US $. Wir und andere Bürgerrechtsaktivisten müssen damit konkurrieren. 
  • Da dies OSS in den letzten Jahren nicht gelungen ist, versuchen wir es mit einem anderen Ansatz, der genau so offen und vertrauenswürdig ist wie OSS aber ein neues und zuverlässigeres Geschäftsmodell zulässt. 
  • Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass wir „Die Bösen“ von der Nutzung ausschließen wollen und OSS uns keine Möglichkeit bietet, dies mit Geheimdiensten und Militär zu tun.
  • …und für Sie als Person macht es auch keinerlei Unterschied. Sie haben nach wie vor dieselben Freiheiten und Rechte. Der einzige Unterschied: Wir haben die Möglichkeit wirtschaftlich zu Überleben und das Projekt auch langfristig anbieten zu können.
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Warum die Umstände? Warum nicht einfach Closed Source?

  • Verschlüsselungssoftware, deren Quellcode nicht vollständig offen vorliegt ist per Definition unsicher, da Hintertüren nicht ausgeschlossen werden können.
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Warum wird der Qabel-Quellcode nicht einfach offengelegt, die Nutzung aber verboten?

  • Das Ziel des Projekts ist es, dass Verschlüsselung im Netz quasi obligatorisch wird. Wir wollen, dass Verschlüsselung die Regel und nicht die Ausnahme wird. Nur so ist eine Massenüberwachung auf Knopfdruck im Stile der NSA zukünftig zu verhindern. Ideen wie "Selbstverpflichtungen", "Schengennetze" oder schlichtes Hoffen auf Besserung werden einfach nicht funktionieren.
  • Somit muss diese Plattform von möglichst vielen Menschen genutzt werden, was wiederum davon abhängt, wie gut sie ist und wie viele darauf basierende Dienste und Programme es gibt. Daher müssen viele Leute Lust haben, dafür zu entwickeln. Dies erfordert eben jene Rechtssicherheit für Open-Source-Entwickler, die nicht auf die Tageslaune eines Unternehmens angewiesen sein dürfen.
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Es ist patentiert? Das Patentsystem ist doch kaputt.

  • Stimmt.
  • Wir werden das Patent an eine gemeinnützige Organisation verschenken, zunächst treuhändlerisch an Meinhard Starostik.
  • Unsere Idee dahinter ist: 
  • Wir halten das hier für eine gute Sache, die jedem zur Verfügung stehen sollte. Daher wählten wir eine möglichst freie Lizenz. 
  • Es wird nur eine wirklich gute Sache werden, wenn viele Menschen daran mitarbeiten. Wir sind große Open-Source-Anhänger. 
  • Erfahrungsgemäß muss aber eine Organisation hinter einem Projekt stehen, die es vorantreibt. Viele OSS-Projekte sind aus Mangel daran schon verendet. 
  • Das können wir nur, wenn wir damit Geld verdienen. 
  • OSS-Entwickler wiederum werden sich nur dann beteiligen, wenn sie nicht auf Gedeih und Verderb den Launen eines einzelnen Unternehmen ausgeliefert sind. Wer weiß schon, ob wir unseren Code nicht morgen überraschend Closed-Source machen und ihre ganze Arbeit damit umsonst war? 
  • Daher bieten wir mit der Übergabe des Patents Rechtssicherheit. Die Software und das System sind und bleiben frei. Jeder darf es verwenden, jeder darf es verändern, jeder darf es weitergeben. Lediglich das Geld verdienen damit behalten wir uns vor. 
  • Wir halten das für einen guten Weg für alle Beteiligten. 
  • Verhindern wollen wir etwas Derartiges
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Wie ist das denn jetzt mit der "Schnorchelschnittstelle" (Abhörschnittstelle nach TKG)?

  • Die gibt es bei uns definitiv nicht.
  • Selbst wenn es eine gäbe, so würde man darüber jedoch auch nur Blobs mit verschlüsselten Inhalte und ohne sprechende Namen finden.
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Welche Dauer/Laufzeit ist für die Public Beta Version derzeit geplant?

  • Die Public Beta hat keine festgelegte Laufzeit.
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Ich bin ein Unternehmer oder Softwareentwickler und möchte einen Dienst, der auf Qabel basiert, entwickeln. Muss ich dafür zahlen?

  • Wenn Ihr Projekt Freie Software werden soll: nein.
  • Wenn es ein kommerzielles Produkt werden soll: wahrscheinlich. Sprechen Sie uns einfach an - die Konditionen sind sehr individuell und fair.
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Warum muss ich zukünftig für Qabel bezahlen? Woanders gibt es das umsonst.

  • Nein, das gibt es nicht anderweitig umsonst. Sie zahlen immer mindestens mit Ihren Daten.
  • Die nicht-kommerzielle Nutzung von Qabeldiensten ist und bleibt kostenlos für alle. Lediglich Speicher, Hosting, Backups und andere optionale Dienstleistungen werden zukünftig etwas kosten.
  • Weil wir kein Geld mit Ihren Daten verdienen (können und wollen) und wir uns ernähren müssen.
  • Dinge wie "E-Mail made in Germany", "De-Mail" oder "E-POST" bieten lediglich eine Transportverschlüsselung. Das heißt, dass die Daten eben immer noch unverschlüsselt auf den Servern der Anbieter liegen und entsprechend verwendet, gestohlen oder herausgegeben werden können.
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Was sollte mich daran hindern, die Qabel-Server-Software bei mir zu installieren und damit Geld zu verdienen?

  • Das System ist zum Patent eingereicht und wir reagieren da etwas verschnupft.
  • Das System steht unter der QaPL veröffentlicht. Die kommerzielle Nutzung ohne Einverständnis ist untersagt.
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Warum nutzt Qabel als eCommerce-Lösung ein Angebot seitens der Firma Digital River?

  • Wir sind ein Startup mit naturgemäß begrenzten Ressourcen. Das hat zur Folge, dass wir nicht alle Aspekte eines Unternehmens vollständig in unserem Hause lösen können. Die Themen Rechnungswesen und Bezahlmechanismen stellen tatsächlich einen erheblichen Aufwand in Betrieben dar, die IT-Dienste in großer Zahl für Privatkunden anbieten. Wir haben uns daher in der jetzigen Situation für einen Dienstleister entschieden, der uns diese Themen abnimmt.

  • Anmerkung: Es geht hier ausschließlich um die Bezahlabwicklung der Tarife. Selbstverständlich wird Qabel an sich dadurch in keiner Weise deanonymisiert.

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Kann man die kostenpflichtigen Tarife auch anonym über eine Prepaid-Karte wie z.B. „Paysafe“ bezahlen?

  • Wir wünschten uns sehr, dass man das zum jetzigen Zeitpunkt bereits könnte. Wir nutzen allerdings einen Dienstleister (Digital River), der Paysafe zwar grundsätzlich anbietet, aber nur in seinen größeren Paketen. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, eine völlig anonyme Bezahlmöglichkeit anzubieten – haben Sie dazu bitte ein wenig Geduld. (Btw.: Dass Rechnungsdaten erhoben werden deanonymisiert Aktivitäten innerhalb von Qabel selbstverständlich in keiner Weise. Dadurch ist lediglich erkennbar, dass jemand einen Qabel-Account nutzt – alles, was in Qabel passiert, ist aber nach wie vor für niemanden ersichtlich.)

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Wo finde ich Informationen zur Bestellabwicklung für die kostenpflichtigen Tarife?

  • Wenn Sie Fragen zum Thema Bestellungen haben, wenden Sie sich an das MyCommerce Customer Care Center unseres eCommerce-Partners Digital River.

  • Dort finden Sie u.a. eine umfangreiche Auswahl an FAQs rund um die Themen Bestellung, Zahlung, Auslieferung.

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Warum werden seit der Qabel Android App-Version 0.11.2 zusätzliche Zugriffsberechtigungen auf "Kontakte" und "Geräte-ID" gefordert?

  • Zugriff auf "Kontakte":
    • Mit dem Release der Android App in der Version 0.11.2 gibt es nun eine optionale Funktion, um das Android Adressbuch nach Kontakten zu durchsuchen, die ebenfalls Qabel-Nutzer sind. Gefundene können dann zu den eigenen Kontakten hinzuzugefügt werden. Dies ist somit also eine ähnliche Funktionalität, wie man sie von anderen vergleichbaren Apps oder Anwendungen kennt. Hierzu ist ein Zugriff auf das lokale Android Adreßbuch "Kontakte" erforderlich.
  • Zugriff auf die "Geräte-ID":
    • Die "Geräte-ID" selbst benötigen und verwenden wir nicht. Wir bekommen sie jedoch im Zuge der Berechtigung auf den "Telefonstatus" zuzugreifen. Dieser wird durch den in der Qabel App integrierten Wizard zur Identitätenerstellung verwendet, indem der Nutzer gefragt wird, ob er seine auf dem Gerät gespeicherte eigene Mobilnummer optional der zu erstellenden Identität zuordnen und über den Qabel Index veröffentlichen möchte.
  • Ab der Android Version 6.0 wird der Nutzer übrigens genau in dem Moment, in dem die Qabel App Zugriff haben möchte, durch das Android-System gefragt, ob er diese Zugriffe erlauben möchte. In älteren Android-Versionen, erfolgt diese Erlaubnisabfrage durch unsere Qabel App im Voraus. Die o.g. Funktionen sind lediglich optional.